Fut­ter

Das zweite der bei­den Prob­leme, die man lösen muss: das Futter

Black mosquito larvae photo H.Schoubye

Neben dem Wasser stellt die Beschaf­fung des richti­gen Fut­ters das zweite Prob­lem dar, dass ein Aquar­i­aner bei den Pracht­gu­ramis unweiger­lich lösen muss. Mehr Prob­leme gibt es nicht, aber die bei­den gibt es. Paros fressen nur leben­des Fut­ter. Manch­mal gehen sie auch an totes Lebend­fut­ter, das als Frost­fut­ter ange­boten wird, aber wir raten davon ab. Solches Fut­ter „blutet aus“, bis es gefressen wird, und damit verdirbt man sich schnell die kleinen Wasserkör­per der Paro-​Aquarien. Ver­wen­den Sie also nur wirk­lich leben­des Fut­ter. Dieses aber macht dann auch die Pflege kleiner Aquar­ien viel sicherer, als wenn man dafür auf Trock­en­fut­ter angewiesen wäre. Der große Mark­ter­folg der Fil­ter­her­steller hängt mit dieser Tat­sache zusam­men: dass die mod­erne Aquar­is­tik eine Trockenfutter-​Aquaristik gewor­den ist.

Abwech­slung ist beim Fut­ter in jedem Falle anger­aten. Zwis­chen Artemi­anau­plien und weißen Mück­en­lar­ven oder Jung­gar­ne­len passt alles ins Paro-​Maul. Für den Experten steht fest, dass es vor allem um eines geht: die Fis­che laichreif zu bekom­men. Nur mit bal­last­stof­fre­icher Ernährung (Daph­nien) geht das nicht; sie kann nur eine (wichtige) Ergänzungsnahrung sein. Mück­en­lar­ven, Moina und Artemia sind deshalb die wichtig­sten Lebend­fut­tertiere einer guten Paro-​Ernährung. Einige muss man im Frei­land fan­gen, andere kann man in Garten und Haus züchten. In jedem Falle kann man sich durch rel­a­tiv ein­fache Fut­terzuchten eine gute Fut­ter­grund­lage schaf­fen und zumin­d­est die Win­terzeit ohne Frei­land­fut­ter gut überstehen.

Beson­ders gern wer­den schwarze und weiße Mück­en­lar­ven gefressen, die auch der natür­lichen Ergiebige Moina-zucht Photo P. FinkeErnährung nahe kom­men. Rote Mück­en­lar­ven sollte man ebenso wie Tubifex als Überträger von Schad­stof­fen ver­mei­den. Kleine Daph­nien und Bosmi­nen wer­den gefressen, aber sie sind hartschalig und wenig nährstof­fre­ich. Beliebter sind die weich­schali­gen Moina, die man auch leicht züchten kann. Eben­falls leicht zu züchten sind Grindal­würmer, die aber wegen der Ver­fet­tungs­ge­fahr nur in Maßen ver­füt­tert wer­den soll­ten, und für kleine Jung­fis­che Mikrowürm­chen und Essigälchen. Einige Parozüchter ver­füt­tern auch Jung­gar­ne­len, eben­falls eine natur­nahe Form der Füt­terung. Allerd­ings kön­nen bei exten­siver Zucht auch kle­in­ste Pracht­gu­ramis umgekehrt leicht Beute der Gar­ne­len werden.

Ein gutes Fut­ter für Fis­che aller Altersstufen sind frischgeschlüpfte Artemi­anau­plien. Auch die erwach­se­nen Pracht­gu­ramis, die wesentlich größere Beutestücke ver­speisen kön­nen, fressen sie gern und wer­den mit dieser Füt­terung sogar laichreif. Wenn man sich klar macht, dass Abwech­slung immer rat­sam ist, kann man doch mit einer Artemi­akul­tur eine gute Fut­ter­ba­sis schaf­fen. Der große Vorteil von Artemi­anau­plien ist, dass sie von Paros aller Altersstufen gern gefressen wer­den. Auch ver­steckte Jung­fis­che im Eltern­becken bekom­men so ihr Teil ab. Kle­in­ste Jung­fis­che unmit­tel­bar nach dem Freis­chwim­men kön­nen nur kle­in­ste Artemi­anau­plien bewälti­gen und manch­mal auch diese nicht. Für die sind Rädertierchen ein ide­ales, aber auch Pantof­feltierchen ein dur­chaus akzept­a­bles Fut­ter. Auch hier bieten sich Zuchten an.

Noch ein­mal: Diese Art der per­ma­nen­ten Lebend­füt­terung erscheint dem­jeni­gen, der gewohnt ist, zur Fut­ter­dose zu greifen, als aufwendig und schwierig. Tat­säch­lich ist sie dies nicht, es ist nur eine Gewohn­heitssache. Sie macht die Pflege kleiner Aquar­ien viel ein­facher und befreit von der Abhängigkeit von der Futtermittelindustrie.

(PF)

Dafnia Moina tank and hyalella azteca container. Photo H.Schoubye Harvesting vinagre eels. Photo H.Schoubye Microworms different views. Photo H.Schoubye Artemia ready for use. Photo H.SchoubyeHyalella azteca. Photo H.Schoubye

The sec­ond of the two prob­lems to be solved: the food

Again, this kind of per­ma­nent live food sup­ply might appear to be com­pli­cated and dif­fi­cult, espe­cially for those, accus­tomed to tak­ing food from the can. In fact, it is not – it is just a mat­ter of habit. It makes the care for small tanks much eas­ier and frees the enthu­si­asts from being depen­dent on the food industry.

(PF)

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