Grund­sät­zliches

Ist die Hal­tung und Zucht von Pracht­gu­ramis „schwierig“?

Pracht­gu­ramis geht der Ruf voraus, „schwierige“ Aquar­ien­fis­che zu sein. Dies ist nur teil­weise richtig. Wer Fis­che in jedem Falle mit Indus­triefut­ter aus der Dose ernähren und in nor­malem Leitungswasser hal­ten will, wird sie schwierig finden. Wer aber erkennt, dass die kleinen Aquar­ien, die sie brauchen, viel sicherer mit Lebend­fut­ter gepflegt wer­den kön­nen und es heute für jeden erschwingliche und ein­fache Meth­o­den gibt, ein geeignetes Wasser zuzu­bere­iten, wird dieses Urteil nicht teilen.

Ein weit­erer, oft zu hören­der Grund, diese Fis­che zu mei­den, ist die Tat­sache, dass sie nur schwer zu bekom­men sind. Dies ist so, weil der Zoohan­del auf den Massen­markt setzt und den Fis­chen nicht das Wasser und die Ernährung bieten kann, die sie brauchen. Nur sel­ten verir­ren sich deshalb einige Pracht­gu­ramis in seine Verkaufs­becken, wo sie vor lauter Stress und Flschbe­hand­lung dann auch noch blass und unschein­bar ausse­hen. Deshalb ist das Net­zw­erk der Lieb­haber hier wichtig, über das man heute fast alle Arten und For­men in guter Qual­ität erhal­ten kann.

Das Beson­dere wird oft dämon­isiert. Richtig ist, dass andere Fis­che oft größer, beque­mer zu bekom­men und zu hal­ten sind. Und wir haben uns mit­tler­weile so an die großen, hellen, pflanzen­re­ichen Aquar­ien gewöhnt, dass kleine, dun­klere, weniger arten­re­ich bepflanzte Aquar­ien als schw­erer zu pfle­gen gel­ten. Das Gegen­teil ist richtig, die Mode der sog. Nano-​Aquaristik beweist es. Für Pracht­gu­ramis benöti­gen wir noch nicht ein­mal die ganze Tech­nik, die für diese ange­boten wird.


Die kleinen Pracht­gu­ramis sind ungewöhn­lich schön, far­ben­prächtig, friedlich, keineswegs heik­ler als manche Mod­e­fis­che. Sie sind ide­ale Bewohner kleiner Aquar­ien. Sie verbinden uns mit den Umwelt­prob­le­men der Erde und ermöglichen uns eine Form der Aquar­ien­lieb­haberei, die weniger ober­fläch­lich und mark­tab­hängig ist. Wer Mit­glied im Net­zw­erk des Parosphromenus-​Projects wird, bekommt Zugang zu einer neuen Hob­by­welt, die befriedi­gen­der, kom­mu­nika­tiver und nach­haltiger sein kann. Gemein­sam ver­ringern wird die objek­tiven Schwierigkeiten und lachen über die sub­jek­tiven, die angesichts der Schön­heit und Bedro­hung dieser beson­deren Fis­che unbe­deu­tend werden.

Noch eins: Von Imk­ern sagt man, dass sie ver­schiedene, alter­na­tive Betrieb­sweisen ken­nen. Jeder sucht sich die für ihn passende her­aus. Das Gle­iche gilt für die Hal­tung und Zucht von Prachtguramis.Abgesehen von den Grun­der­fordernissen haben sich dur­chaus ver­schiedene Betrieb­sweisen her­auskristallisiert. Auch hier gil wie beim Imker: Finde her­aus, was die für Deine Ver­hält­nisse (Wasser– und Fut­terbeschaf­fung, Aquar­ien­größe, Auf­stel­lung, Pflegerhyth­mus, exten­sive oder inten­sive Zucht, pflanzen­re­iches oder pflanzen­armes Becken etc.) richtige oder passende ist. Und dann bleibe dabei!

(PF)

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