Maxi­men für Anfänger

Ein paar gut­ge­meinte Ratschläge für Anfänger in der Prachtgurami-​Aquaristik

Photo H.Schoubye

Natür­lich hat jeder das Recht, seine eige­nen Grund­sätze zu entwick­eln, auch seine eige­nen Fehler zu machen. Wer aber solche als Paro-​Anfänger möglichst ver­mei­den möchte, ist vielle­icht doch für ein paar gut gemeinte Ratschläge dankbar:

–Beurteile nie eine Art nach dem ersten Ein­druck, den sie wom­öglich unter schlechten Hal­tungs­be­din­gun­gen (Händler­becken!) oder auf schlechten Fotos bieten!

–Alle Paro-​Arten sind richtig gehal­ten schön, trotz mancher Unter­schiede untere­inan­der ähn­lich und in ihren Pflegeansprüchen nicht sehr verschieden.

–Man sollte nicht nur eine ganz bes­timmte Art haben wollen, son­dern mit den Fis­chen anfan­gen, die man zur gegebe­nen Zeit in guter Qual­ität bekom­men kann!

–Den­noch: Die etwas robus­teren Arten (wie fil­a­men­to­sus, linkei, palu­di­cola oder quin­decim) eignen sich für Paro-​Anfänger eher als diejeni­gen, die auch Experten manch­mal (nicht immer) vor schwierigere Auf­gaben stellen (wie ornat­i­cauda oder parvu­lus). Let­ztere sind keine Anfängerfische.


Photo H.Schoubye

- Man soll nie glauben, vielle­icht ginge es doch mit nor­malem Leitungswasser und nur gele­gentlichem Lebend­fut­ter. Es geht nicht lange gut. Die Frage ist nur, ob man die Ver­schlechterung der Kon­di­tion der Fis­che bemerkt oder nicht.

- Ganz müh­e­los ist Paro-​Aquaristik nicht. Wer Erfolg hat, aber im Laufe der Zeit glaubt, es ginge vielle­icht noch viel ein­facher, lebt gefährlich. Der Anfänger sollte in jedem Falle bei einer Betrieb­sweise bleiben, wenn diese bei ihm gut funktioniert.


- Auch wenn aus­gewach­sene Pracht­gu­ramis tat­säch­lich eine gewisse Apas­sungs­fähigkeit an sich ver­schlechternde Umweltbe­din­gun­gen besitzen, Jung­fis­che und ins­beson­dere die Eier der Paros besitzen diese nicht. Die manch­mal extremen Wasser­w­erte mögen für die erwach­se­nen Fis­che nicht unbe­d­ingt notwendig sein: für die zarten Eihäute der Gelege sind sie leben­snotwendig. Dies muss man sich klar machen.

- Es ist keine gute Idee, Pracht­gu­ramis nur „hal­ten“ zu wollen. Wir haben es mit sel­te­nen, kost­baren, vom Ausster­ben bedro­hten Fis­chen zu tun, die oben­drein ein sehr sehenswertes Balz– und Brutpflegev­er­hal­ten zeigen. Bloßes Hal­ten, wom­öglich sogar im Gesellschaft­saquar­ium, bedeutet let­ztlich Ver­brauchen. Etwas anderes ist daher ange­sagt: Vermehren.

- Jeder Pracht­gu­ram­ifre­und sollte sich deshalb darum bemühen, sie auch nachzuzüchten. Durch unser Net­zw­erk findet man bes­timmt dankbare Abnehmer, die auch wis­sen, was ein solcher kleiner Fisch wert ist.

(PF)

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