Bish­eriger Ver­lauf

Der Anfang: erst müh­sam, dann schnelles WachstumPhoto H.Schoubye

Vor dem Zeital­ter des Inter­nets waren alle Ver­suche – die es etwa seit Mitte der siebziger Jahre des 20. Jahrhun­derts gab – die weni­gen Ken­ner und Züchter von Pracht­gu­ramis zu einer Gruppe zusam­men­zu­binden, zum Scheit­ern verurteilt (Foer­sch, Har­vey, Richter u.a.). Aufwand und Kosten waren zu hoch, die Zahl der Sachken­ner zu ger­ing. Zur Zeit der großen Zuchter­folge von Gün­ter Kopic in den achtziger und neun­ziger Jahren war es für ihn oft nicht leicht, alle seine Jung­fis­che an gut qual­i­fizierte Aquar­i­aner abzugeben. Das Inter­net steckte noch in einen Kinder­schuhen. Als Peter Finke im Jahre 2003 das „Forum Parosphromenus“ über­nahm und 2004 auch die Prachtgurami-​Arbeitsgemeinschaft, war die Sit­u­a­tion eine andere gewor­den. Inter­net und eMail ermöglichten jetzt die Schaf­fung eines bre­iten Parosphromenus-​Netzwerks, das dann 2005 von Peter Finke und Mar­tin Hall­mann mit 17 Adressen aus drei Län­dern (Deutsch­land, Schweiz, Frankre­ich) begrün­det wurde. Im Mit­telpunkt der Arbeit stand von Anbe­ginn an ein hal­b­jährlicher Zen­sus, eine Erhe­bung der vorhan­de­nen Aquarienbestände.

Dieses Net­zw­erk entwick­elte sich in den Fol­ge­jahren sehr rasch und so pos­i­tiv, dass es die Gren­zen der Grün­dungsvere­ini­gung (IGL) bald über­wuchs. Allerd­ings ging der Zuwachs nach anfänglicher schneller Zunahme der Mit­glieder (Hal­ter, Züchter, Ken­ner, Mul­ti­p­lika­toren) bei der immer inter­na­tionaler aufgestell­ten Gruppe später zurück, aber sie wuchs weiter. Nach fünf Jahren umfasste sie im Som­mer 2010 170 Per­so­nen in fün­fzehn Län­dern auf drei Kon­ti­nen­ten (Schw­er­punkt Europa, aber auch Asien und Amerika). Zugle­ich wuchs die Zahl der gehal­te­nen und ver­mehrten Arten von anfänglich 11 auf alle 18 beschriebe­nen Arten an, und es kamen fast alljährlich neu ent­deckte For­men hinzu, sodass 2010 fast 50 For­men (Arten und lokale Vari­etäten) im leben­den Bestand vorhan­den waren. Par­al­lel entwick­elte sich das Parosphromenus-​Forum sehr stark von weni­gen The­men und Beiträ­gen zu Beginn 2005 auf über 170 The­men­bere­iche und über 3.500 Beiträge im Jahre 2010. Es wurde mehrfach qual­i­ta­tiv sehr gelobt und nach­weis­lich – obwohl fast nur in deutscher Sprache — auch in Eng­land, Skan­di­navien, Osteu­ropa, Malaysia, Indone­sien und Japan gelesen.

Den­noch zeigten sich Anze­ichen, dass es so nicht weit­erge­hen würde. Dem einzi­gen ehre­namtlichen Organ­isator dro­hte Über­forderung, immer mehr Mit­glieder waren Einzelper­so­nen in ent­fer­n­ten Län­dern, die über die deutsche Sprache kaum noch erre­icht wer­den kon­nten, oder sie gehörten anderen Vere­ini­gun­gen an. Die Ver­net­zung mit außereu­ropäis­chen Fre­un­den und Organ­i­sa­tio­nen blieb dünn, auch hier block­ierte die Sprache den Durch­bruch. Auch mussten immer mehr Paro-​Arten und –For­men von zu weni­gen Züchter-​Paten gepflegt, ver­mehrt und im Bestand erhal­ten wer­den. Eine Reihe von For­men, die nur in Kle­in­st­bestän­den vorhan­den waren, begann wieder zu ver­schwinden. Das Pro­jekt brauchte einen Erneuerungs-​Schub, eine gründliche Reorganisation.

Dies alles waren Zeichen, dass das Pro­jekt trotz aller Anfangser­folge auf einen neue, bre­it­ere, pro­fes­sionellere Grund­lage gestellt wer­den musste.

(HS)

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