Leben­sräume

Was Sie über die Leben­sräume der Pracht­gu­ramis wis­sen müssen

Die ursprünglichen Leben­sräume der Paros sind fließende, moor­bachar­tige Torf­sümpfe, wo immer neues, frisches Quell– und Nieder­schlagswasser über völ­lig kalk­freie Lat­erit– und Sand­bö­den und uralte Lagen abgestor­bener Blät­ter, Hölzer und Pflanzen­dic­kichte rinnt.

Bintan biotop Bangka (photo H.Kishi)

Licht ist Man­gel­ware, Leucht­far­ben der Bewohner daher über­lebenswichtig. Min­i­male Salzge­halte sind in diesen Gewässern nach­weis­bar, und sie zeigen — wie die Moorgewässer anderer Erdteile — sehr niedrige pH-​Werte. Deissneri habitat Bangka (photo H.Kishi)Diese kön­nen pH 4, ja pH 3 erre­ichen, eigentlich ein lebens­feindliches Milieu, dem sich aber die Paros und ihre Begleit­fauna angepasst haben. Sie garantieren ihnen eine ger­ingsmögliche Keim­be­las­tung, da Schad­bak­te­rien bei diesen Wasser­w­erten nicht gedei­hen kön­nen. Erst dies ermöglicht den empfind­lichen Eiern dieser Fis­che die Entwicklung.

Diese Gewässer sind teil­weise stark ver­krautet, weniger durch Unter­wasserpflanzen, als vielmehr durch Sumpf­pflanzen und Pflanzen der Gewässer­rän­der. So hän­gen beispiel­sweise an vie­len Ufern große Men­gen des Blat­twerks von Gräsern und anderen Pflanzen der nassen Ufer­zo­nen ins Wasser und bilden eine schwer zu durch­drin­gende Kraut­zone. Da sich die Paros gern hier und noch dazu oft in Tiefen von einem bis zwei Metern aufhal­ten, kann ihr Fang äußerst müh­sam sein. Es müssen die dichten Gras­büschel abgekeschert wer­den; Net­z­züge im freien Wasser erbrin­gen vielle­icht andere Fis­che, aber kaum Prachtguramis.

Wenn wir diese Fis­che im Aquar­ium gesund erhal­ten und nachziehen wollen, müssen wir dies wis­sen. Es ist aus­sicht­s­los, sie „abhärten“ zu wollen. Was sich in tausenden von Gen­er­a­tio­nen an die Umge­bungsver­hält­nisse angepasst hat, kann nicht im Aquar­ium umer­zo­gen wer­den. Den­noch beobachten wir eine gewisse Anpas­sungs­fähigkeit gesun­der erwach­sener Tiere, auch in ihrer Heimat. Denn auch dort beobachten wir über­lebende Pop­u­la­tio­nen immer häu­figer in mehr oder weniger stark anthro­pogen über­formten Rest­gewässern. Allerd­ings ist die Vital­ität dieser Tiere auch häu­fig herabgesetzt.

Artikel : Bio­di­ver­sity: A Tragedy with many players

(PF)(DA)

Paludicola habitat in Paka (photo C.Hinz) P.nagyi biotop Cherating (photo C. Hinz)

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