NL 101 ger­man

Parosphromenus-​Newsletter No. 101 Biele­feld (Deutsch­land) August 20th, 2012

Liebe Fre­unde, in diesem Newslet­ter wer­den wir über neue Mit­glieder zu sprechen, unsere neue Idee zu Spezial­is­ten wieder­holen, eine Frage zu P. suma­tranus stellen, auf Exkur­sio­nen einge­hen, die amerikanis­che Aus­gabe des Amazonas-​Hefts zu den Pracht­gu­ramis begrüßen und einige andere neue kurze Mit­teilun­gen machen. Und aus­nahm­sweise benutzen wir noch ein­mal unser hüb­sches Logo, dass wir zum 100. Newslet­ter ver­wen­det haben …


1. Wir freuen uns über neue Freunde


Zu Beginn unseres Pro­jekts (in den Jahren 2005 und 2006), haben wir immer auch neue Mit­glieder vorgestellt. Dann, irgend­wann wur­den es zu viele, und wir hörten damit auf. Aber das war keine gute Entschei­dung, denn die meis­ten von uns sind am Wach­sen des Pro­jekts inter­essiert. Deshalb wollen wir diese Tra­di­tion wieder aufnehmen.
Als neue Mit­glieder begrüßen wir also:
- Romain Nass­in­vera aus Beziers in Frankre­ich,
- Jim Robin­son aus Mis­sis­sauga in Kanada,
- Ades­orn Non­payom aus Bangkok in Thai­land
- Peter Marceau aus Cum­ber­land /​Rhode Island, Rachel O‘ Leary aus York /​Penn­syl­va­nia und Ronald
M. Burch, alle USA;
- Andreas Gahler aus Rath­manns­dorf, Andreas Paulus aus Wirschweiler, Max Keller­mann aus
Mül­heim und Veronika Franke-​Bahls aus Wup­per­tal, alle in ganz Deutschland.


Weiter geht es im näch­sten Newsletter.


2. Spezial­is­ten: Bitte entschei­den und uns einen Hin­weis geben!


Im let­zten Newslet­ter haben wir angekündigt, dass wir entschlossen sind, eine zweite Schiene zur Arten­sicherung aufzubauen: die der Arten-​Spezialisten. Was auch immer jemand auch sonst noch hält oder züchtet: Wir suchen eine oder mehrere Per­so­nen, die sich ver­ant­wortlich für eine bes­timmte Paro-​Spezies fühlen. So kön­nen wir sicher sein: Diese Art ist jed­erzeit bei ihm oder ihr zu erhal­ten.
Viele Men­schen haben dieses Konzept gelobt, aber nie­mand hat bis­lang angekündigt, sich als einen solchen Spezial­is­ten für Art x bereit zu hal­ten Deshalb wieder­holen wir die Bitte: Outen Sie sich als Spezial­ist in diesem Sinne! Wir haben bisher nur zwei: Bern­hard Lukiewski (Berlin/​D) für P. quin­decim und Thomas Beu (Frankfurt/​D) für P. fil­a­men­to­sus. Alle anderen Arten sind noch nicht vergeben.
Wie wer­den ein paar Fre­unde anschreiben, die uns beson­ders bei eini­gen Arten qual­i­fiziert erscheinen, aber der bessere Weg ist die Selbst-​Ankündigung. (So etwas ist nie für die Ewigkeit. Sie kön­nen dies jed­erzeit been­den. Das sollte klar sein).


3. Wer kennt sich gut mit P. suma­tranus aus?


Es gibt einige merk­würdige Umstände bei P. suma­tranus. Dieser Fisch wurde 1955 als Unter­art von „deiss­neri“ von W. Klause­witz wis­senschaftlich erst­beschrieben, aber er ist sicher­lich eine eigen­ständige Art, nur mehr als das: P. suma­tranus besteht aus zwei deut­lich ver­schiede­nen Typen. Der eine ist in Struk­tur und Ver­hal­ten den meis­ten anderen Pracht­gu­ramis ähn­lich: der Kör­per­bau gle­icht ihnen und er balzt kop­funter. Der andere Typ ist far­blich kaum ver­schieden von diesem, aber er hat einen viel schlankeren Kör­per, ähn­lich ornat­i­cauda oder parvu­lus und, was beson­ders verblüf­fend ist, er balzt mit dem Kopf nach oben in einer völ­lig senkrechten Posi­tion.
Ist es möglich, dass dies die gle­iche Art ist? Wir bezweifeln es sehr: Es kann eigentlich nicht sein. Soweit wir wis­sen gibt es keine Über­gangs­for­men zwis­chen bei­den Typen. Wie es scheint, gehören alle Tiere, die gegen­wär­tig bei uns vorhan­den sind, dem ersten Typ an, aber ist das wahr? Wir haben den anderen, schlanken
Typus vor ein paar Jahren selbst gehabt, und es gibt Bilder von der ganz anderen Balz. Sind irgendwo noch einige Paare dieser sehr inter­es­san­ten Form vorhanden?


4. Erfol­gre­iche Exkur­sio­nen von Nico­las Buis­son, Chris­t­ian Hinz und Bernd Bussler


Im Juni reiste Nico­las Buis­son nach West-​Malaysia und schrieb an Peter Finke (15. Juli): „Meine Reise nach Malaysia endet heute. Ich fand in einem kleinen See, der sich Tasik Chini (Lake Chini) nennt, Parosphromenus nagyi in Kam­pung Gumum. Ich komme zurück mit etwa 20 Fis­chen. Ich hoffe, sie ver­mehren zu kön­nen. Im gle­ichen Fluss fand ich noch Betta pi, Poly­cen­trus schom­burgkii, Lucio­cephalus pul­cher, Halb­schnäbler, Sphaerichthys osphromenoides, Pagio kuh­lii, Bar­bus tetra­zona und Tri­chop­sis vit­tata. Der pH-​Wert dort wurde stark durch men­schlichen Ein­fluss verän­dert, er alka­lisch: 7,8! Dies bedeutet, dass die Pracht­gu­ramis wahrschein­lich nicht in der Lage sein wer­den, dort ständig zu leben.“ In der Zwis­chen­zeit sind Nico und seine Fis­che sicher in Frankre­ich angekom­men, die Tiere scheinen dem Kuantan-​Typ von nagyi zu ähneln.
Chris­t­ian Hinz und Bernd Bus­sler waren eben­falls auf erfol­gre­icher Exkur­sion in West-​Malaysia. Sie berichten, dass kür­zlich wieder neue Leben­sräume in Selan­gor zer­stört wor­den sind. Wir wer­den genauere Infor­ma­tio­nen später erhalten.


5. Ankündi­gung einer neuen Serie


Wir sind alle in Paros, aber auch an den Fre­un­den dieser Fis­che inter­essiert. Also begin­nen wir eine neue Serie in einem der näch­sten Newslet­ter: die kurze Vorstel­lung einzel­ner Mit­glieder des Parosphromenus-​Projects. Wir denken an erfol­gre­iche Züchter und ihre Meth­o­den, aus ver­schiede­nen Län­dern, aber auch an andere Personen.


6. Kurz notiert


- Olivier Per­rin (Paris) hat eine Reihe von sehr schö­nen Fotografien von P. parvu­lus gemacht, einige von ihnen sind jetzt auf der Spezies-​Seite für diese Art zu sehen. Eines der Fotos ziert zur Zeit die Start­seite unserer Home­page;
- Während des 20-​jährigen Jubiläums des AKL/​EAC in Kas­sel (Deutsch­land) hat Horst Linke größere Men­gen an Nachzuchten aus einem Bestand von P. spec. cf. linkei verteilt, die er 2011 von Pat Yap erhal­ten hatte;
- Die dem Schw­er­punk­t­thema Pracht­gu­ramis gewid­mete April-​Ausgabe der hochgelobten deutschsprachi­gen Zeitung „Ama­zonas“ wurde kür­zlich in anglo-​amerikanischer Über­set­zung veröf­fentlicht. Die vier Paro-​Artikel in Hall­mann, Linke, und Kopic und Finke wur­den sorgfältig über­setzt und bear­beitet; die beglei­t­en­den Artikel zu anderen The­men wur­den zum Teil nach dem Bedarf des amerikanis­chen Mark­tes aus­ge­tauscht. Der Her­aus­ge­ber, James Lawrence hat einen guten Job gemacht. Er erwähnt auch Bezugsquellen für diese Fis­che in den Vere­inigten Staaten und Großbri­tan­nien, und auch die Web­site unseres Pro­jekts und die zukün­ftige Web­site der amerikanis­chen ALFA wurde genannt: www​.ana​ban​toid​.org Es gab schon Mel­dun­gen neuer Fre­unde aus den USA;
- Helen Schoubye hat diese Artikel auf der Projekt-​Homepage eingestellt, wo sie in voller Länge und im Orig­i­nalde­sign in Englisch und Deutsch gele­sen wer­den kön­nen. Wir sind den Her­aus­ge­bern und Ver­legern dafür dankbar.


Nun für Euch alle die besten Wün­sche, bis zum näch­sten Newslette, Ihre/​Eure Lenkungsgruppe.


Für die Richtigkeit: Peter Finke (Bielefeld/​Deutschland).
(Wir freuen uns immer über Vorschläge zur Verbesserung des Newslet­ters. Die Über­set­zun­gen wur­den mit Hilfe maschineller Über­set­zung vorgenom­men. Bitte entschuldigen Sie deshalb Sprachfehler

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