NL 107 de

Parosphromenus-​Newsletter Nr. 107 Biele­feld (Deutsch­land), 28. Jan­uar 2013

Liebe Fre­unde, wir begin­nen das dritte volle Jahr des Parosphromenus-​Projekts, nach­dem es global gewor­den ist. Hier sind wieder einige Nachrichten, wobei wir beson­ders auf die Punkte 2 (englis­chsprachiges Book­let mit unseren Tex­ten und vie­len Fotos über Pracht­gu­ramis), 3 (Kor­rek­turen am let­zten Cen­sus, mit beson­derer Berücksichtigung von P. suma­tranus) und 4 (alle Arten wieder im Bestand vorhan­den) hin­weisen möchten. Sehr erfreulich ist, dass wir erst­mals seit langer Zeit wieder alle wis­senschaftlich beschriebe­nen Arten im Bestand haben (Punkt 3).

1. Wir begrüßen weit­ere neue Mit­glieder des Projekts

Es geht weiter mit dem Zugang neuer Mit­glieder zum Parosphromenus-​Projekt:

  • - Mariam Al–Bala’a aus West–Malaysia

  • - Maciej Chochla aus Gli­wice (Poland)

  • - Jordy van Greven­broek aus Holland

    Schön ist nicht nur die weite räumliche Verteilung unserer Mit­glieder, son­dern auch die Tat­sache, dass neben Anfängern und noch wenig Erfahre­nen immer wieder auch sehr fachkundige und erfahrene Per­so­nen zu uns stoßen. Auffällig ist aber weiter, dass in den meis­ten Ländern die Erhältlichkeit von Pracht­gu­ramis sehr eingeschränkt und meis­tens auf den Zoohan­del beschränkt ist, der sie aber nur sel­ten, meist falsch deklar­i­ert und lei­der oft auch in schlechtem Gesund­heit­szu­s­tand anbietet.

    Allen neuen Mit­gliedern ein her­zliches Willkommen!

2. Prachtgurami-Büchlein in englis­cher Sprache erschienen

Auf Ini­tia­tive von David Armitage (AAGB) sind alle Artbeschrei­bun­gen von Peter Finke plus einige weit­ere Texte unserer Projekt-​Homepage in einer gut mit Fotos von Fis­chen und ihren Lebensräumen aus­ges­tat­teten 48– seit­i­gen Broschüre in englis­cher Sprache erschienen, die jetzt erhältlich ist. Es han­delt sich um den ersten Band einer Reihe von Sonderveröffentlichungen der Zeitschrift „Labyrinth“. Die Auflage ist nicht sehr hoch; bestellen Sie am besten gle­ich, um nicht zu spät zu kommen!

Überweisen Sie dazu für ein Exem­plar 4,00 + 3,00 (Pack­age and Postage) = 7,00 GBP (Britis­che Pfund) via Pay­pal auf das Konto der AAGB, das auf der Paypal-​Seite über die Adresse Diese E-​Mail-​Adresse ist vor Spam­bots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschal­tet sein! erre­ich­bar ist. Pay­pal bietet auch eine Umrech­nung auf andere Währungen an. Bitte melden Sie Ihre Bestel­lung zusätzlich an die Adresse Diese E-​Mail-​Adresse ist vor Spam­bots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschal­tet sein! weil von dort aus ver­schickt wird. Soll­ten Sie mehr als ein Exem­plar bestellen wollen, fra­gen Sie bitte bei dieser Adresse zunächst an, ob es dafür beson­dere Kon­di­tio­nen gibt.

3. Weit­ere Kor­rek­turen am let­zten Cen­sus, zugle­ich P. suma­tranus

Boris Weber-​Schwartz teilt mit, dass die bei ihm gelis­teten ange­blichen P. suma­tranus tatsächlich eine bin­tan- Form sind, also unter cf. bin­tan ein­ge­ord­net wer­den müssen. Damit verschärft sich die Sit­u­a­tion bei suma­tranus vorübergehend. P. Finke hat allerd­ings im Jan­uar einige junge P. suma­tranus von M. Kloster übernehmen können und Chr. Hinz hat bere­its zuvor Teile des Kloster­schen Bestandes übernommen und inzwis­chen auch Nachzucht erzielt. Wahrschein­lich muss übrigens die Bemerkung aus einem früheren Newslet­ter, dass es augen­schein­lich zwei Typen bei suma­tranus gibt, höherrückige kop­fun­ten balzende und sehr schlanke kop­foben balzende dahinge­hend kor­rigiert wer­den, dass zwar die bei­den Körperformen existieren, aber wahrschein­lich doch keine Kopfunten-​Balzer. Hier­bei han­delte es sich offen­bar um einen

Beobach­tungs­fehler, der uns so mit­geteilt wor­den war. Alle suma­tranus balzen wahrschein­lich wie die Schlankparos ornat­i­cauda und parvu­lus mit dem Kopf nach oben. Es ist noch ungeklärt, ob die bei­den Körperformen dis­junkt existieren oder ob es zwei Pole sind, zwis­chen denen es alle intermediären For­men auch gibt.

4. Gute Nachricht: Alle Arten wieder im Bestand vorhanden

Wir können als neueste gute Nachricht ver­melden: Alle 20 bisher wis­senschaftlich beschriebe­nen Arten sind (wieder) im Bestand des Parosphromenus-​Projekts vorhan­den. Zusätzlich sind außer­dem mehrere bisher unbeschriebene For­men vorhan­den. In Deutsch­land ist der Bestand kom­plett vorhan­den, in anderen Ländern z.T. nur sehr lückenhaft.

Dies bedeutet, dass die noch im let­zten Cen­sus nichtvorhan­dene Art allani wieder vorhan­den ist, ebenso die Form spec. Sun­gai Stung­gang oder die neue Form spec. Ampah. Nur let­ztere geht auf den Han­del zurück. Wir begrüßen vor allem die Rückkehr der bei­den erst­ge­nan­nten Arten/​Formen, die die einzi­gen sind, die wir aus Sarawak ken­nen. Vor dort erre­ichen uns allerd­ings gemis­chte Infor­ma­tio­nen: Einer der bei­den bekan­nten allani-Fun­dorte ist inzwis­chen kom­plett zerstört. Anstelle eines Schwarzwasser­bachs findet sich jetzt ein Reis­feld, wo keine Pracht­gu­ramis mehr leben können (Infor­ma­tion: Chr. Hinz).

Wenn man ein­mal bei unserem Aquar­ienbe­stand vere­in­facht drei Kat­e­gorien unter­schei­det guter, mit­tlerer oder schlechter Bestand dann zeigt sich ein gemis­chtes, nur ins­ge­samt zufrieden­stel­len­des Bild. Wir haben wenige Arten/​Formen mit gutem Bestand, der zu keinen Sor­gen Anlass gibt (z.B. die nagyi–Vari­anten, linkei, quin­decim oder spec. Sen­tang), aber viele Arten/​Formen der mit­tleren Kat­e­gorie, bei der entweder nur geringe Zuchter­folge oder nur wenige Züchter vorhan­den sind und schon einige miss­lun­gene Zuchten den Gesamtbe­stand gefährden können (z.B. anjun­ga­nen­sis, suma­tranus, opal­lios, rub­ri­mon­tis oder spec. Dua). Zur Kat­e­gorie mit schlechtem Bestand zählen wir alle Arten/​Formen, die nur in Kleinstbeständen oder bei einem einzi­gen Züchter oder noch ohne Nachzucht vorhan­den sind und ständig die Gefahr des Gesamtver­lustes besteht (deiss­neri, allani, gunawani (ehem. spec. Danau Rasau), palu­di­cola-For­men außer Paka, spec. Sun­gai Stung­gang).

Zusam­men­fassend gilt: Nicht nach­lassen beim Züchten ins­beson­dere der Arten in den bei­den let­zten Kat­e­gorien! Allerd­ings gibt uns die Rückkehr von allani und spec. Sun­gai Stung­gang Hoff­nung, dass es dies­mal gelin­gen könnte, beide Arten zu ver­mehren, zu ver­bre­iten und damit längerfristig zu erhal­ten. Außer­dem hat sich die Sit­u­a­tion bei suma­tranus zuletzt ein biss­chen verbessert.

5. Bericht über 2012 an den Beirat

Die Lenkungs­gruppe hat Anfang Jan­uar ihren alljährlichen Bericht an den Beirat ver­schickt, der dies­mal die Entwick­lung des Pro­jekts im Jahre 2012 bet­rifft. Er ist inzwis­chen auch auf der Home­page zu lesen.

6. Gute Besserung!

Helene Schoubye hat sich um den Jahreswech­sel ein Bein gebrochen. Wir wünschen ihr Gute Besserung!

Bis zum nächsten Newslet­ter, her­zliche Grüße von Eurer Lenkungs­gruppe. Ver­ant­wortlich: Peter Finke (Biele­feld /​Deutsch­land).

(Wir sind immer gerne für Vorschläge zur Verbesserung des Newslet­ters offen. Die Sprachver­sio­nen wur­den unter Mith­ilfe maschineller Übersetzung erstellt. Bitte entschuldigen Sie deshalb mögliche sprach­liche Fehler).

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